Über uns
Die Ersteller der ECL Tests
Das ECL Konsortium wurde 1992 nach einer mehrjährigen fachlichen Vorbereitungsphase von mehreren Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Sitz in London gegründet. Das Projekt wurde zunächst durch das ERASMUS-Programm und später durch das LINGUA-Programm unterstützt. Ziel des Konsortiums war die Entwicklung eines einheitlichen Sprachprüfungssystems für die Sprachen der Europäischen Union. Im Einklang mit den Vereinheitlichungsbestrebungen der EU wollten die Gründungsmitglieder erreichen, dass Sprachzertifikate international vergleichbar und gegenseitig anerkannt werden, ohne dass ein zusätzliches Nostrifikationsverfahren notwendig ist.
Die fachliche Betreuung der ECL Sprachprüfungen übernehmen in den einzelnen Ländern namhafte Universitäten und Fremdspracheninstitute. Diese Institutionen sind für die Erstellung der Prüfungsaufgaben sowie für deren Bewertung verantwortlich.
Sprachen und Niveaustufen
Basierend auf den einheitlichen Kriterien, die während der ersten Phase der Standardisierung festgelegt wurden, sind ECL-Prüfungen derzeit in Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch verfügbar.
Die Prüfungen sind dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) angepasst und werden auf den Niveaustufen A2, B1, B2 und C1 durchgeführt.
Merkmale der Prüfungen
Die Inhalte und die Form der Tests wurden von erfahrenen Sprachwissenschaftlern und Experten auf dem Gebiet der Leistungsmessung entwickelt und durch umfangreiche Pilotprüfungen überprüft. Ziel der ECL-Prüfungen ist es festzustellen, ob die Kandidaten in der Lage sind, in alltäglichen Situationen sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgreich zu kommunizieren.
Geprüft werden die vier Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen). Prüfungskandidaten können sich entweder zu einer Gesamtprüfung anmelden, die alle vier Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen) umfasst, oder zu modularen Prüfungen, bei denen von den vier zuvor genannten Fertigkeiten einzelne Fertigkeiten in beliebiger Kombination abgelegt werden können.
Ein besonders wichtiges Merkmal der ECL-Sprachprüfungen ist ihre Vergleichbarkeit. Diese wird durch einheitliche Prüfungsstrukturen, identische Bewertungsprinzipien und vergleichbare Aufgabentypen in allen Sprachen gewährleistet. Dadurch wird die internationale Vergleichbarkeit der Sprachzertifikate sichergestellt.
Auch die Zuverlässigkeit der Prüfungen spielt eine zentrale Rolle. Alle Prüfungsaufgaben werden vorgetestet und sowohl Testersteller als auch Bewerter nehmen regelmäßig an Vertiefungsschulungen teil. Zusätzlich wird das Prinzip der doppelten Bewertung angewendet, um eine objektive und faire Bewertung zu gewährleisten.
Ziele
Das ECL-Konsortium ist ein Zusammenschluss von Institutionen, die europäische Sprachen vertreten. Seine wichtigsten Ziele sind:
- die Förderung des Lehrens und Lernens europäischer Sprachen – insbesondere der weniger verbreiteten und unterrichteten Sprachen – innerhalb und außerhalb des formalen Bildungssystems durch die Entwicklung und Verbreitung eines standardisierten Sprachprüfungssystems
- die Bereitstellung einheitlicher, zuverlässiger und gültiger Standards zur Bewertung von Sprachkenntnissen durch das ECL-Prüfungssystem
- die Sicherstellung der Vergleichbarkeit und Anerkennung von Zertifikaten und Prüfungsergebnissen in den verschiedenen Sprachen – sowohl für Prüfungskandidaten als auch für Nutzer der Zertifikate, beispielsweise Arbeitgeber
Projekte im Bereich Fachsprachen
Mehrsprachige interkulturelle Wirtschaftskommunikation für Europa
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Verbreitung motivierender, innovativer und benutzerfreundlicher Sprachlehrmaterialien sowie Prüfungsverfahren, die die sprachliche Vielfalt Europas berücksichtigen und auf den Empfehlungen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens basieren. Das Projekt legt besonderen Wert auf die Fachsprache der Wirtschaftskommunikation, insbesondere im Bereich der weniger verbreiteten und weniger häufig unterrichteten europäischen Sprachen (LWULT).
www.mig-komm.eu →Interkulturelle medizinische Kommunikation in Europa
Ziel des Programms ist die Entwicklung innovativer Sprachlehrmaterialien für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal, damit ihre interkulturellen fachsprachlichen Kompetenzen verbessert werden.
www.imed-komm.eu →